Jeden Mittag läuten die Glocken – warum eigentlich?

Jeden Mittag läuten die Glocken – warum eigentlich?

21. März 2021

Die Geschichte des Christentums beginnt mit einem schlichten „Ja“: Maria gibt ihre Zustimmung zu der unerhörten Botschaft des Engels, dass sie die Mutter Gottes werden soll (vgl. Lk 1, 26-38). Und so nimmt der Schöpfer selbst in ihr Gestalt an und wird als Baby in unsere Welt und Zeit hineingeboren.

An diesen historischen Startpunkt unserer Erlösung erinnert täglich das Glockengeläut um 12:00 Uhr, in vielen Kirchen zusätzlich auch morgens und abends. Seit alters her lassen sich viele Christen zu einem kurzen Gebet einladen, dem sogenannten „Engel des Herrn“, oft auch mit dem lateinischen Wort „Angelus“ benannt. Sie unterbrechen für ein paar Augenblicke ihr Tagewerk und richten ihr Herz auf Gott, der aus Liebe zu uns Mensch geworden ist.

Übrigens: jedes Jahr am 25. März widmet die katholische Kirche auf der ganzen Welt einen ganzen Tag lang dem Gedenken an das Geschehen, als der Engel Maria die frohe Botschaft brachte und die Menschwerdung Jesu begann. Ein großartiger Tag, um den „Engel des Herrn“ einmal auszuprobieren.

Michael Datené, Pfr.