Eschi sieht einen Regenbogen

Eschi und der Regenbogen (c) © Bild Regenbogen: Angela Pohl © Bild Eschi: Leonie Herzog für Eschi
Datum:
Mi. 2. Juni 2021

Eschi hat in den letzten Wochen gemerkt, dass die Schöpfung ein ganz großartiges Geschenk Gottes an uns Menschen ist – ein Wunder zum Staunen.

Und als er einen Regenbogen mit all seinen Farben sieht, begreift er, dass wir Gott in allen Elementen der Schöpfung entdecken können und dass er trotzdem ganz verborgen bleibt – Gott ist eben ein Geheimnis, aber: Wenn er es möchte, dann offenbart er uns einen Teil von sich.

In den letzten Tagen war das Wetter sehr komisch: Es hat geregnet, dann hat die Sonne geschienen, dann gab es stürmischen Wind und es hat auch geblitzt und gedonnert.

Aber an einem Tag gab es etwas ganz Besonderes, wenigstens für Eschi.

Sonne und Regen haben sich immer wieder abgewechselt. Obwohl es helllichter Tag war, wurde der Himmel immer wieder rabenschwarz und es regnete wie aus Eimern.

Eschi stand am Fenster und schaute sich das Spektakel an. Ganz schön gruselig, was da draußen los war.

Jetzt gerade war der Himmel wieder ganz schwarz - aber auf einmal – Eschi traute kaum seinen Augen – riss der Himmel auf und die Sonne kam hell leuchtend zum Vorschein.

Und dann rief Mama aus dem Wohnzimmer: „Eschi, komm schnell gucken!“

So schnell er konnte, rannte Eschi die Treppe herunter und auf die Terrasse, wo Mama, Oma und Opa standen und staunten, denn…es stand ein großer, leuchtender Regenbogen am Himmel.

So einen großen und deutlichen Regenbogen hatte Eschi noch nie gesehen.

So wie er war, auf Socken und ohne Matschsachen lief er in den Garten und stellte sich mitten unter den Regenbogen, so kam es ihm wenigstens vor. 

Und als er dastand, wurde der Himmel immer heller und heller, die schwarzen Wolken wurden von der Sonne beschienen und vertrieben und auf einmal war der Himmel dann auch wieder strahlend blau – und Eschi war ganz nass.

Aber das machte ihm gar nichts aus und er rannte zu seiner Familie, die immer noch auf der Terrasse stand.

Er drückte sich an seine Mama und sagte leise: „Mama, ich glaube, ich habe gerade den lieben Gott erlebt. Er hat uns in seinem Regenbogen alle Farben seiner Schöpfung gezeigt, damit wir uns immer wieder an ihn erinnern, wenn wir morgens aufwachen.

Können wir jetzt das Lied vom Regenbogen singen?“

Schon fing er an zu singen:

Regenbogen, buntes Licht, deine Farben sind das Leben:
Gott verlässt die Erde nicht, hat sein Zeichen uns gegeben.

Rot das Feuer, Glut und Flamme, Wärme und Stärke fühle ich.
Und ich ahne das Geheimnis: Gottes Liebe trägt auch mich.

Orange die Sonne, Licht des Tages, wach sein und sehen möchte ich.
Und ich ahne das Geheimnis: Gottes Licht erleuchtet mich.

Regenbogen, buntes Licht…

Gelb die Ähren auf dem Felde, Reichtum und Fülle träume ich.
Und ich ahne das Geheimnis: Gottes Hände segnen mich.

Grün die Pflanzen, grün die Bäume, Wachsen und Werden spüre ich.
Und ich ahne das Geheimnis: Gottes Kräfte stärken mich.

Regenbogen, buntes Licht…

Blau das Wasser, blau der Himmel, Tiefe und Weite suche ich.
Und ich ahne das Geheimnis: Gottes Treue leitet mich.

Indigo, ein dunkler Schatten, fremde Gewalten fürchte ich.
Und ich ahne das Geheimnis: Gottes Schatten schützen mich.

Regenbogen, buntes Licht…

Violett, die große Ruhe, still sein und schweigen möchte ich.
Und ich ahne das Geheimnis: Guter Gott, du findest mich.

Eschis ganze Familie stand in der Sonne und sang das Lied vom Regenbogen.

 

Lied Regenbogen, buntes Licht

Lied Regenbogen, buntes Licht

Lied: Musik - Detlef Jöcker, Text – Reinhard Bäcker