Flut- und Hochwasserkatastrophe in Weisweiler

Flut- und Hochwasserkatastrophe in Weisweiler

Hochwasser (c) Bild von Hermann Traub auf Pixabay
Datum:
Do. 19. Aug. 2021

Als Mitglied der Pfarrgemeinde St. Severin Weisweiler war auch ich von der Flut- und Hochwasserkatastrophe betroffen, die unsere Region am 14. und 15. Juli heimgesucht hat. Im Umkreis der Inde verursachte dieses Ereignis unvorstellbare Schäden, die es nun zu beseitigen gilt. Es wird noch sehr lange dauern, bis alles wieder aufgebaut ist. Dafür wünsche ich allen Betroffenen Mut, Kraft und Ausdauer.

Mut gemacht hat mir die große Welle der Hilfsbereitschaft, die wir in dieser außergewöhnlichen Notlage erfahren haben. Nicht betroffene Familien aus Weisweiler, aber auch aus anderen Ortschaften kamen  mit Kind und Kegel, um stundenlang beim Aufräumen zu helfen.

Bekannte, Verwandte und Freunde brachten vom ersten Tag an Kaffee und versorgten uns mit Essen, denn wie viele andere Haushalte waren auch wir eine knappe Woche ohne elektrischen Strom. Andere übernahmen das Wäschewaschen oder stellten ihre Duschen zur Verfügung. Die Malteser, der Wirt der Festhalle Weisweiler oder die Betreiber der Gaststätte „Bunte Maus“ boten kostenlos warme Speisen und Getränke an. Ich empfand dies alles als Welle der Hilfsbereitschaft und christlich gelebter Solidarität, wie ich sie noch nie erlebt hatte.
Erwähnenswert ist ebenfalls der unkomplizierte Abtransport der riesigen Trümmerberge durch die Stadt Eschweiler und die ehrenamtlich tätigen Bauern, die mit ihren schweren Traktoren unermüdlich für die Beseitigung der Müllberge sorgten.

Nun da sich die Straßenbilder langsam wieder normalisieren, hoffe ich, dass alle Betroffenen im Vertrauen auf Gott wieder in ihr normales Leben zurückfinden.

Heinz Meuter, Förderverein St. Severin Weisweiler