Dank aus der Ukraine
Meine Gemeinde befindet sich in Boryspil, etwa 25 km vom Zentrum Kiews entfernt. In unserer Stadt haben die Menschen auch sehr oft keinen Strom, weil die Russen kürzlich einen leistungsstarken Transformator beschossen haben, der Tausende von Menschen mit Strom versorgte. Deshalb gibt es bei uns strenge Stromabschaltpläne, weil die Energieversorger ständig unser Stromnetz reparieren. Aber auf unserer Straße gibt es wie durch ein Wunder oft Strom, und wenn er abgeschaltet wird, haben wir einen Generator, der unser Haus und unseren Gemeinschaftsraum mit Strom versorgt. Wir helfen auch unseren Nachbarn und schließen sie an uns an, damit sie auch ihre Häuser heizen können. Wir verschicken Pakete mit Lebensmitteln und notwendigen Hygieneartikeln an Bedürftige. Wir versuchen auf verschiedene Weise, den Bedürftigen zu dienen und ihnen zu helfen. Außerdem betreiben wir unseren Gemeinschaftsraum-Kindergarten, in dem Kinder im Alter von 2,5 bis 6 Jahren Spaß haben, lernen und auch Wärme und warme Mahlzeiten bekommen. So müssen sich die Eltern keine Sorgen um ihre Kleinen machen.
Deshalb sind unsere Schwestern aus Kiew kürzlich für zwei Wochen zu uns gekommen, um sich aufzuwärmen. Und so fuhren sie jeden zweiten Tag zu ihrer Wohnung und zum Dienst in die Kirche. Denn in unserer Wohnung war es furchtbar kalt und es gab nur wenige Stunden Licht. Jetzt verbessert sich die Situation etwas, die Stadt liefert mehr Wärme, sodass es in der Wohnung schon wärmer ist, aber mit dem Licht ist es unterschiedlich.
Wir Schwestern beten und danken allen Menschen guten Willens von ganzem Herzen für ihre vielfältige Hilfe für das ukrainische Volk auf verschiedenen Ebenen. Denn ohne die Hilfe guter Menschen wäre es sehr schwer, diese schreckliche Kriegssituation zu überstehen. Möge der Herr euch für all das Gute hundertfach belohnen.
Vielen herzlichen Dank!
Sr Kateryna Yasynetska, SSpS
