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Willkommen in der neuen großen Pfarrgemeinde Heilige Zwölf Apostel

Eschi hat heute Messdienertreffen. Dazu haben Pastor Hölzer und die beiden Kindergottesdienstleiter Herr und Frau Fischer (alle Messdiener aus Eschweiler eingeladen. Zusammen stehen sie an der Tür des Pfarrheims und begrüßen jedes Kind mit dem Satz: „Herzlich willkommen in der neuen Pfarrgemeinde Heilige Zwölf Apostel!“
Datum:
2. Feb. 2026

Das findet Eschi komisch; seine Kirche in Dürwiß heißt doch St. Bonifatius.

Im großen Saal sitzen schon viele Kinder im Stuhlkreis und in der Mitte liegt ein großes Bild.

Als alle Kinder sitzen, sagt Pastor Hölzer: „Am 1. Januar ist etwas ganz Wichtiges passiert. Alle Kirchen in ganz Eschweiler sind jetzt eine einzige ganz große Gemeinde.

Alle katholischen Menschen in unserer Stadt bilden jetzt die neue Pfarrgemeinde Heilige Zwölf Apostel.“

Eschi zeigt auf und sagt: „Aber ich wohne in Dürwiß und die Kirche dort heißt St. Bonifatius. Warum heißen wir denn jetzt auf einmal Heilige Zwölf Apostel?“                 

Auch andere Kinder zeigen auf und rufen:

…. „Unsere Kirche heißt St. Barbara!

…. Wir heißen St. Peter und Paul!

…. Meine Kirche heißt St. Cäcilia!“ … usw. 

Alle Kinder nennen den Namen „ihrer“ Kirche. Es ist ein großes Durcheinander und Pastor Hölzer und Herr und Frau Fischer halten sich die Ohren zu.

Herr Fischer steigt auf einen Stuhl und hebt die Hand. Laut sagt er: „Jetzt werdet erst einmal wieder leise, dann können wir gut miteinander sprechen.“

Allmählich wird es leise und Pastor Hölzer kann weiter erklären: „Das ist ziemlich kompliziert.

Es ist so ähnlich wie in eurer Schule. Viele Kinder gehen zusammen in eine Schule. In der einen Schule gibt es unterschiedliche Klassen.

Und so gibt es in unserer Stadt Kirchen mit unterschiedlichen Namen. Aber das Wichtigste ist: Alle Menschen in den Kirchen mit den unterschiedlichen Namen glauben dasselbe und wollen diesen Glauben auch erleben.

Das muss organisiert werden. Wenn wir z. B. zusammen Messe feiern wollen, brauchen wir einen Pastor, einen Küster, einen Organisten und euch Messdiener.

Aber diese Menschen gibt es nicht mehr in jeder Kirche. Wir sind zu wenige. Und deshalb gibt es jetzt neue große Pfarrgemeinde Heilige Zwölf Apostel.

Wir können uns gegenseitig helfen, damit möglichst viele Menschen in unserer Stadt Glauben erleben können.“

Ratlos schauen sich die Kinder an. Viele haben nicht verstanden, was Pastor Hölzer da erklärt hat.

Frau Fischer steht auf und sagt: „Ich glaube, wir können es euch noch anders erklären. Ihr kennt doch sicher das Atömchen Spiel.“

Die Kinder nicken und Frau Fischer sagt: „Das können wir jetzt einmal so spielen, dass es die Sache mit der einen neuen Pfarrgemeinde besser erklärt.“

Schnell zählt sie die Kinder. Es sind 40.

Sie ruft nun: „Atömchen 2.“ Jeweils zwei Kinder finden sich zusammen.

Frau Fischer fragt: „In welcher Kirche seid ihr Messdiener?“

In allen Zweierteams gehören die Kinder jeweils zu derselben Kirche.

Frau Fischer sagt weiter: „Jetzt hat jedes Team einen Auftrag: Bildet einen eigenen Kreis!“

Eschi fängt an zu lachen und auch andere Kinder kichern.

Eschi ruft: „Wie sollen wir zu zweit einen Kreis bilden? Das geht doch gar nicht!“

„Stimmt“, lacht Frau Fischer. „Deshalb bilden wir jetzt neue Gruppen! Atömchen 10!“

Es entsteht ein wildes Gerenne und nach einer etwas längeren Zeit gibt es vier Gruppen mit je 10 Kindern.

Frau Fischer ruft: „Und jetzt bildet einen Kreis!“

Und das gelingt natürlich. Es sind vier Kreise entstanden.

Herr Fischer mischt sich ein: „Ich will jetzt etwas fragen: Sind alle Kinder, die in einem Kreis stehen, aus derselben Kirche?“

Sofort schütteln alle Kinder den Kopf.

Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Kirchen, aber sie bilden zusammen ihren Kreis.

Jetzt ist Pastor Hölzer wieder an der Reihe: „Seht ihr und genauso ist es mit den Kirchen in Eschweiler und der einen großen Gemeinde Heilige zwölf Apostel.

In den einzelnen Kirchen ist es schwierig, viele unterschiedliche Dinge gut zu machen, weil es zu wenig Menschen gibt, die die verschiedenen Aufgaben erledigen können.

Aber wenn alle aus Eschweiler zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen, dann können wir weiter unseren Glauben erleben und viele Dinge machen.“

Eschi hat es verstanden und meldet sich. „Ich glaube, ich habe dafür ein tolles Beispiel. Das sind die Ferienspiele. Ich habe einen Fußballfreund in St. Jöris. Der ist immer zu den Ferienspielen in Dürwiß gekommen, weil es in St. Jöris keine Ferienspiele gibt.

Wenn es jetzt in der Gemeinde Heilige Zwölf Apostel einmal Ferienspiele gibt, können dort alle Kinder mitmachen und erleben, wie toll das ist. Dann sind wir eine ganz große Gemeinschaft und können dann zusammen ein großes Fußballturnier machen!“

„Ja genau“, nickt Pastor Hölzer und ich komme dann und wir feiern zusammen einen großen Ferienspielgottesdienst. Dann muss ich nicht viele kleine Gottesdienste in den verschiedenen Orten feiern und habe dann wieder Zeit für andere wichtige Sachen!“

Alle Kinder nicken, das können sie gut verstehen.

Jetzt zeigt ein Mädchen auf und fragt: „Und warum heißt die große Gemeinde Heilige Zwölf Apostel?“

Herr Fischer schaut auf die Uhr: „Heute ist es schon zu spät. Aber wir treffen uns in vierzehn Tagen wieder mit allen Messdienern und dann erklären wir euch das mit dem Namen!“

Eschi geht zufrieden nach Hause. Er hat schon einen Jungen aus Weisweiler getroffen, mit dem er sich nächste Woche treffen möchte.

Vielleicht bekommt er ja einen neuen Freund dazu, von dem er bisher nichts wusste.