Für die Umsetzung des Konzeptes braucht es eine verbindliche Beschreibung, was genau Orte von Kirche sein können. Diese findet man im "Rahmenstatut Orte von Kirche im pastoralen Raum" (siehe Link unter "Links und Downloads"). Dort heißt es unter anderem:
"Orte von Kirche sind Orte, an denen sich Menschen zusammenfinden, weil sie in einer spezifischen Art ihren Glauben leben wollen und nach eigenen Ausdrucksformen ihres Christseins suchen. Als solche sind sie strukturell in die Pastoralen Räume eingebunden."
Es fällt auf, dass auf die Selbständigkeit und Eigenständigkeit der Gruppe Wert gelegt wird: Wie sie ihren Glauben leben und was sie aus ihrem Glauben heraus tun, liegt in ihrer Verantwortung - unter Beachtung einer Bedingung (sowie einiger Kriterien, siehe nächster Reiter):
"Orte von Kirche sind an mindestens einem der drei kirchlichen Grundvollzüge erkennbar und auf die jeweils anderen Grundvollzüge hin offen"
Die kirchlichen Grundvollzüge sind:
- Liturgie, also Gottesdienst, aber auch das gemeinsame Gebet in der Gruppe
- Verkündigung, also die Predigt am Sonntag, die Erstkommunionvorbereitung, aber auch z.B. das Gespräch in der Familie über eine Bibelstelle oder über Gott.
- Diakonia, also der Dienst am Menschen. Dazu zählt alles, was mensch für andere Menschen tut, um ihr Leben im Kleinen oder im Großen verbessern.
OvK müssen auch nicht nur feste Gruppierungen z.B. in einer Gemeinde sein. Die möglichen Formen eines Ortes von Kirche, die im Rahmenstatut genannt werden, sind vielfältig:
"Orte von Kirche können territorial oder kategorial verortet, einrichtungsbezogen, thematisch motiviert, an Personen orientiert, institutionell, analog oder digital sein. Sie können einen lokalen Bezug haben oder mobil sein, auf Dauer angelegt oder zeitlich begrenzt, konfessionell geprägt und/oder ökumenisch."
Eine weitere Anforderung an die OvK ist die Teilnahme an der jährlichen Vollversammlung der OvK im Pastoralraum. Die Vollversammlung ist vor allem ein Ort, an dem die Vernetzung der OvK gefördet werden kann. Zusätzlich berichten Rat, Leitung und Kirchenvorstand dort von ihrer Arbeit, es können Fragen gestellt und die Beschäftigung mit bestimmten Themen angeregt werden.
Ort-von-Kirche-sein heißt eben auch Teil der Kirche von Eschweiler sein, offen sein für die anderen OvK und die Menschen in Eschweiler.



