Heilige 12 Apostel:Der heilige Matthäus - Der Zöllner, der zum Evangelisten wurde
Das waren Menschen, die für die Staatsmacht Steuern eingetrieben haben. Zöllner waren aus mehreren Gründen zu Zeiten von Jesus Christus nicht sehr beliebt – vor allem weil man ihnen nachsagte, zu hohe Preise beim Zoll zu verlangen oder das Geld für sich selbst zu behalten. Der Beruf des Zöllners setzte zwar eine gewisse Bildung voraus, zugleich waren die Steuereintreiber aber vom religiösen Leben in der damaligen Zeit weitgehend ausgeschlossen. Entscheidend ist, dass, als Jesus ihn rief, Matthäus/Levi sofort alles aufgab, um ihm zu folgen. Jesus suchte aber immer wieder die Nähe zu Menschen, die eher am Rande der Gesellschaft standen.
Matthäus’ Bedeutung ist insbesondere durch sein Werk als Evangelist hervorzuheben. Traditionell wird angenommen, dass er der Verfasser des Evangeliums nach Matthäus ist, historisch ist dies allerdings nicht belegt. Das Matthäusevangelium bildet einen wesentlichen Teil des Neuen Testaments. Es legt einen besonderen Fokus auf die Erfüllung der alttestamentlichen Prophezeiungen und hebt Jesu Rolle als Messias hervor.
Matthäus ist von großer Bedeutung, da sein Evangelium zentrale Lehren und die Botschaft von Jesus Christus vermittelt, die den Grundstein des christlichen Glaubens legen. Als Matthäus Jesus als den Messias anerkannte, führte das dazu, dass viele seiner Freunde ebenfalls zu glauben anfingen. Über das weitere Leben des Apostel Matthäus wissen wir nur aus verschiedenen lokalenTraditionen. So soll er in Parthien, im heutigen Iran, das Evangelium verkündet und das Martyrium erlitten haben. Der Gedenktag für den Apostel Matthäus ist der 21. September. Seine Gebeine werden in Salerno (Hafenstadt in Süditalien) verehrt. Die Geschichte des Zöllners, egal ob Matthäus oder Levi, zeigt uns, wer sich für Gott interessiert und Sehnsucht nach ihm hat, den ruft er auch, egal wie seine Vergangenheit war.
Günter Koch
