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Oktober – Ernte – Dank – Zeit für Gottes Schöpfung

Es ist Oktober und Erntedankfest. Der Gottesdienst dazu findet auf dem Bauernhof von Bauer Emmerich statt. Viele sind gekommen und freuen sich auf den Gottesdienst. Anschließend werden alle zusammen auf der großen Wiese picknicken. Eschi findet es immer sehr spannend, was es alles zu essen gibt.
Datum:
27. Sept. 2026

Zunächst hören sie im Gottesdienst Psalm 104 –Das Loblied auf den Schöpfer.
Auch Frau Fromme ist heute in den Gottesdienst gekommen. Sie hat eine Geschichte mitgebracht, die sie vorlesen wird.
Als Opa anfängt, den Psalm 104 vorzulesen, macht Eschi die Augen zu. Er stellt sich vor, wie es damals gewesen ist: Zunächst war nichts auf der Erde, aber nach und nach hat Gott die Erde bunt und lebendig gemacht.

Nach ein paar Liedern und einem Gebet kommt Frau Fromme nach vorne und liest ihre Geschichte vor. Sie hört sich an wie ein Märchen und sie passt sehr gut zum Psalm.

Die Fürbitten haben die Kinder vorbereitet. Auch Eschi hat sich eine Fürbitte überlegt und liest sie vor:

Guter Gott, du hast uns deine Schöpfung geschenkt.
In jedem Jahr dürfen wir das Obst und das Gemüse ernten, damit wir genug zu essen haben.
Aber manche Kinder auf der Welt haben nicht genug zu essen und haben Hunger. Das ist auch hier in Deutschland so.
Ich bitte dich: Lass uns unsere Ernte mit anderen teilen, damit alle genug zu essen haben.

Nach dem Vater unser ist der Gottesdienst zu Ende und alle ziehen mit ihren Taschen und Körben auf die große Wiese.
Ganz schnell verwandelt sie sich in eine große Tafel mit vielen unterschiedlichen Sachen zum Essen und zum Trinken Alle teilen miteinander.

Eschi fühlt sich sehr wohl und möchte am liebsten gar nicht nach Hause.

Am nächsten Tag ist wieder Schule und Frau Fromme liest die Geschichte noch einmal vor.

Danach bekommen die Kinder die Aufgabe, ein Bild zu der Geschichte zu malen.

Die fertigen Bilder hängen sie dann in der Kirche auf.

Eschi findet: Es war wie immer ein schönes Erntedankfest.

Hier die Geschichte, die Frau Fromme erzählt hat:

Gott – Schöpfer der Erde und des Himmels

Es war vor sehr langer Zeit, da kam Gott einmal auf die Erde. Er wollte sich anschauen, was er am Anfang der Welt geschaffen hatte und wie die Menschen damit zurechtkamen.
Um ihn herum war es hell und warm und überall, wo er hinkam, strahlte alles in hellem Licht.

Zuerst ging er auf einen Marktplatz. Dort konnte er viele Menschen beobachten.

Um ihn herum spielten Kinder. Sie waren fröhlich und ihr Lachen schallte über den ganzen Platz.

Die Markthändler hatten auf großen Ständen Gemüse, Früchte, Brot, Fleisch und Fisch ausgebreitet und die Eltern der Kinder kamen mit großen Körben, um für das Essen zu Hause einzukaufen.

Gott blieb stehen und hörte zu, was die Menschen miteinander besprachen.

Ein Mann sagte zu seiner Frau: „Können wir etwas von den Apfelsinen und Zitronen mitnehmen. Ich möchte so gerne noch einmal deinen leckeren Obstsalat essen.“

Die Frau lächelte ihren Mann an und sagte: „Ja, in unserem Garten haben wir ja auch noch Äpfel und Birnen, die kommen mit in den Salat. Und von hier nehme ich auch noch blaue und grüne Trauben mit. Dann wird der Salat schön bunt!“

Gott lächelte und ging weiter.

An einem anderen Stand blieb er wieder stehen und freute sich an dem Geruch von frischem Brot.

Er schaute in die zufriedenen Gesichter der Menschen und dachte bei sich: So ist es gut. Die Menschen haben genug zu essen und ihnen geht es gut.

An einem anderen Tag ging er in den Wald. Dort war es kühl und schattig, aber der Weg vor und hinter Gott war hell und es war warm.

Neugierig schauten die Tiere zwischen den Bäumen hervor, denn so viel Helligkeit waren sie nicht gewohnt.

Hasen und Rehe trauten sich bis auf den Weg in die Nähe von Gott und legten sich zu seinen Füßen.

Gott streichelte die Tiere und sprach mit ihnen.

Und jedes Tier antwortete auf seine besondere Weise. Die Vögel zwitscherten, die Hasen und Rehe fiepten leise vor sich hin und man hörte sogar das Grunzen von Wildschweinen.

Gott trat aus dem Wald heraus und sah in der Ferne die hohen Berge mit den Wolken darüber. Es war ein schönes und friedliches Bild und Gott dachte wieder: So ist es gut. Alles passt gut zusammen.

An einem anderen Tag wanderte Gott am Meer entlang.

Leise rauschten die Wellen und ein leichter Wind wehte. Gottes Helligkeit ließ den Sand unter seinen Füßen aufleuchten und die Sandkristalle glitzerten wie Gold.

Gott schaute über das Meer und ließ seine Gedanken wandern.

Er spürte die Weite und die Tiefe des Meeres und sah in seiner Fantasie unter Wasser die vielen bunten Fische, die Korallen und Meerespflanzen.

Er sah die Bewegung, als Delphine aus dem Wasser sprangen und wieder eintauchten und er hörte das Singen und Schnauben der Wale, wenn sie ihre Fontänen in den Himmel pusteten.

Und Gott dachte: So ist es gut. Meine Welt ist lebendig und bunt.

Alles hat seinen richtigen Platz und so soll es bleiben.

Gott kehrte zurück in seine Wohnung im Himmel. Dort begrüßten ihn die Engel mit einem Loblied:


Gott, du bist Schöpfer der Welt, wir loben dich!
Du bist groß und hast die ganze Welt herrlich gemacht.

Du bist wie die Sonne, die alles wärmt.
Du bist wie das Licht, das die Dunkelheit vertreibt.

Deine Welt ist geordnet: Du hast den Himmel ausgespannt und das Wasser fließen lassen.
Du hast Seen, Flüsse und Meere entstehen lassen.

Du schenkst Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen.
Die Vögel singen in den Bäumen, und alle Tiere bekommen von dir, was sie zum Leben brauchen.

Am Tag können die Menschen arbeiten und spielen
und die Nacht ist zum Ausruhen da.

Guter Gott, du bist immer und überall da.
Du tröstest, wenn die Lebewesen traurig sind,
und du freust dich, wenn sie fröhlich sind.

Wir wollen immer und überall von dir erzählen und dir danken.

Halleluja!

Psalm 104

Psalm 104