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Heilige 12 Apostel:Heiliger Thomas

Der Heilige Thomas wird bei vielen als der Ungläubige Thomas oder der Zweifler präsent sein. Doch Thomas ist mehr als sein Unglaube. Er ist ein tatkräftiger und entschlossener Jünger. Seine Bindung und Treue zu Jesus sind unumstößlich.
Datum:
3. Juli 2026

Als Jesus zu Lazarus ziehen will, um ihn aufzuwecken, ist Thomas derjenige unter den Jüngern, der ohne Zweifel mit ihm ziehen wird. Thomas, Glaube beruht auf dem, was er sieht. Dieses Sehen, in Kombination mit seinem Glauben, braucht er, um an Tod und Auferstehung zu glauben. Durch das Sehen der Wundmale wird es für Thomas real. Die bekannten Worte „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ bezeugen dies.
Thomas, Eifer und seine Entschlossenheit sollten wir uns heutzutage zum Vorbild nehmen. Für ihn gab es kein Hindernis, solange er Jesus um sich und bei sich wusste. Ist das für uns nicht auch so? Mit unseren Familien, Freunden, Verbündeten und unserem Glauben um uns fühlen wir uns am wohlsten und können das Beste aus uns herausholen.
Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, steckt aber auch ein wenig vom ungläubigen Thomas in uns. Wir beginnen zu zweifeln, wenn wir nicht (sofort) das sehen, was wir uns wünschen, oder sich etwas noch nicht so entwickelt hat, wie wir hoffen. Unser heutiges „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“, könnte man im übertragenen Sinne mit „Trust the process“ (Vertraue dem Prozess) wiedergeben. Auch wir wollen glauben, weiterkommen oder ein bestimmtes Ziel erreichen. Daran müssen wir glauben, auch ohne dass wir sehen. Das gilt für uns persönlich, für die Prozesse in unserer Pfarrei und auch für das Geschehen unserer Zeit. Dahingehend sollten wir unseren ungläubigen Thomas ablegen und vertrauen – auf uns und auf unseren Glauben und stattdessen dem entschlossenen Thomas nachgehen.
Lea Minge